Erfolge jugendlicher Fernschüler/innen sichtbar machen!
Die Flex-Fernschule gewinnt den Studienpreis DistancE-Learning 2006 in der Kategorie „Service des Jahres“
Warum heißt das System zur Darstellung von Lernerfolgen an der Flex-Fernschule "Tour de Flex"? Weil die Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss per Fernunterricht dort genauso in Etappen eingeteilt wird wie bei der "Tour de France". Und weil nur ans Ziel kommt, wer auch mal die Zähne zusammenbeißen kann - das gilt bei der großen Frankreich-Rundfahrt genauso wie beim Fernlernen. An der Flex-Fernschule bereiten sich Jugendliche per Fernunterricht auf ihren Hauptschulabschluss vor, die aufgrund persönlicher und sozialer Probleme auf den in Deutschland üblichen Wegen diesen Abschluss nicht erreicht haben oder deren Lebenssituation nicht mit einem regulären Schulbesuch vereinbar ist. "Tour de Flex" ist dabei der Name für die kontinuierliche und für alle Beteiligten transparente Darstellung der Lernerfolge.
Das Monitoring-System der Flex-Fernschule überzeugte jetzt die unabhängige Jury des Studienpreises DistancE-Learning 2006 vor allem aufgrund ihrer nachweislichen Funktion als Motivationshilfe für die jugendlichen Fernschüler/innen auf ihrem Weg zum Hauptschulabschluss. Den Studienpreis in der Kategorie "Service des Jahres" nahm Thomas Heckner, Leiter der Flex-Fernschule, am 26. April 2006 im Rahmen der feierlichen Auszeichnung durch den Fachverband Forum DistancE-Learning in Berlin entgegen. [Foto: Schulleiter Thomas Heckner mit Verbandspräsident Dr. Martin H. Kurz]
Die Flex-Fernschule in Breisach bei Freiburg ist 1998 aus einem Modellprojekt des Bundesfamilienministeriums hervorgegangen und wurde unter wissenschaftlicher Begleitung entwickelt. Das Monitoring-System "Tour de Flex" wurde seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und hat mittlerweile über 300 Jugendlichen als Motivationshilfe gedient. Dabei wird jedes Schulfach in 10 Etappen unterteilt, die jeweils 10 Prozent des für die Abschlussprüfung erforderlichen Lernstoffs symbolisieren. Schon vom Einstufungstest zu Beginn des Lehrgangs an erhalten die Schüler/innen für jedes erreichte Etappenziel einen Aufkleber. Je nach anfänglichem Kenntnisstand gehen sie also schon mit einem kleinen "Vorsprung" an den Start und können ihre Lernfortschritte kontinuierlich sichtbar machen - auch für Eltern oder Betreuer/innen.
"Unser Motto lautet: Wenn die Schüler nicht zur Schule kommen, dann muss eben die Schule zu den Schülern kommen...", so Heckner. Lernen mit Flex bedeutet für die Jugendlichen vor allem, "angstfrei lernen" zu dürfen. Oft verfügen sie nur über sehr lückenhaftes Wissen und sind im Verhältnis zur erreichten Klassenstufe "überaltert". Sie haben große Angst, sich vor einer Gruppe zu blamieren und mobilisieren starke Abwehr. Der Fernunterricht bei Flex bietet ihnen die Möglichkeit, sich voll und ganz auf ihr Ziel zu konzentrieren. "Unsere Schülerinnen und Schüler nutzen die ‚Tour de Flex' unter anderem als Grundlage für die eigene Zeitplanung bis zur Prüfung", weiß Heckner. "Sie merken so zum Beispiel rechtzeitig, wenn es Zeit wird, noch mal richtig Gas zu geben. Das hilft ihnen auch, die Verantwortung für ihr Handeln selbst zu übernehmen."
Weitere Informationen zur Flex-Fernschule und ihrem mit dem Studienpreis DistancE-Learning 2006 ausgezeichneten Monitoring-System "Tour de Flex" im Internet unter www.flex-fernschule.de.
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